Ritzpräger

Funktionsweise

Eine pneumatisch in das Werkstück eingedrückte Nadel mit Diamantspitze wird über das Material gezogen. Diese Art der Markierung ist für alle ungehärteten Materialien wie z.B. Stahl, Aluminium, Kunststoff usw. geeignet. Das System zeichnet sich durch seine Geräuscharmut (unter 70 dB(A)) aus.

Beim Ritzprägen kommt meist eine Nadel mit einer Diamantspitze zum Einsatz. Alternativ kann auch mit einer Hartmetallnadel gearbeitet werden. Mit Hilfe einer über Schrittmotoren gesteuerten Koordinateneinheit wird die pneumatisch zugestellte Nadel entsprechend dem von der Steuerung vorgegebenen Schriftzug über die Oberfläche gezogen und ritzt dabei durch verdrängen und verdichten des Materials die Zeichen in das Werkstück ein. Innerhalb des Schriftfeldes können beliebige Texte, Logos, Sonderzeichen und Datamatrix Codes eingeritzt werden. Die Eindringtiefe ist abhängig vom Material des Werkstückes, von der Werkstückoberfläche, dem Nadeldruck und dem Spitzenwinkel der Nadel. Durch die sehr kompakte Bauform können auch schwer erreichbare Konturen beschriftet werden. Dieses System kann als Einbaueinheit zur Integration in Anlagen, Roboterzellen und Fertigungslinien sowie als Tischmaschine eingesetzt werden.

Technischer Aufbau

- Gehäuse aus hochfestem Aluminium
- Koordinateneinheit aus gehärteten und geschliffenen THK-Führungen mit wälzgelagerten Schlitten
- Antrieb der Koordinateneinheit über spielfreie Kugelgewindespindeln mit Schritt- oder Servomotoren
- Vorgabe der Prägedaten über Tastatur, Barcodescanner oder eine Schnittstelle (z.B. RS485, Interbus, Profibus) zu einem übergeordneten Rechner
- Steuerung und Visualisierung je nach Anforderung mittels eines PC der neuesten Generation oder eine Kompaktsteuerung
- Software mit Fehlerdiagnose- und Hilfedatei.

Beispiele für Einsatzgebiete

- Als VIN-Präger zum einbringen der Fahrgestellnummer in lackierte oder unlackierte Karossen
- Produktkennzeichnungen nach Kundenvorgabe
- Beschriftung von Typschildern.