Nadelpräger

Funktionsweise

Eine mit ca. 400 Hz. oszillierende Hartmetallnadel wird über die Werkstückoberfläche bewegt. Dadurch entstehen viele dicht aufeinander folgende Einzelpunkte, welche einen geschlossenen Linienzug ergeben. Diese Art der Markierung ist besonders gut geeignet für die Kennzeichnung von harten, unebenen Flächen wie z.B. Gussoberflächen an Motorenblöcken.

Beim Nadelpräger kommt eine mit ca. 400 Hz oszillierende Hartmetallnadel zum Einsatz. Diese wird mittels einer über Schrittmotoren gesteuerten Koordinateneinheit entsprechend dem von der Steuerung vorgegebenen Schriftzug über die Oberfläche bewegt. Dabei entstehen viele dicht aufeinander folgende Einzelpunkte, welche einen geschlossenen Linienzug ergeben. Innerhalb des Schriftfeldes können beliebige Texte, Logos, Sonderzeichen und Datamatrix Codes eingebracht werden. Die Eindringtiefe ist abhängig vom Material des Werkstückes, von der Werkstückoberfläche, dem Nadeldruck und dem Spitzenwinkel der Nadel. Durch die sehr kompakte Bauform können auch schwer erreichbare Konturen beschriftet werden. Dieses System kann als Einbaueinheit zur Integration in Anlagen, Roboterzellen und Fertigungslinien sowie als Tischmaschine eingesetzt werden.

Technischer Aufbau

- Gehäuse aus hochfestem Aluminium
- Koordinateneinheit aus gehärteten und geschliffenen THK-Führungen mit wälzgelagerten Schlitten
- Antrieb der Koordinateneinheit über spielfreie Kugelgewindespindeln mit Schrittmotoren
- Vorgabe der Prägedaten über Tastatur, Barcodescanner oder eine Schnittstelle (z.B. RS485, Interbus, Profibus) zu einem übergeordneten Rechner
- Steuerung und Visualisierung je nach Anforderung mittels eines PC der neuesten Generation oder eine Kompaktsteuerung
- Software mit Fehlerdiagnose- und Hilfedatei.

Beispiele für Einsatzgebiete

- Einbringen der Motornummer auf der Gussoberfläche in der Automobilindustrie
- Produktkennzeichnungen nach Kundenvorgabe
- Beschriftung von Typschildern.